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DVD Rohlinge bedruckbar cd USB Sticks Monitore
Geschichte DVD Rohlinge
Zunächst war es dem Endverbraucher nur möglich Audio-CDs bzw. CD-ROMs abzuspielen. Erst 1993 erschienen die ersten bezahlbaren CD-Brenner. 1996 wurden durch die Markteinführung der DVD CD-Brenner erheblich billiger und damit für den Massenmarkt tauglich. Heute sind CD-Brenner von DVD-Brenner ersetzt worden, da diese in der Lage sind größere Datenmengen zu speichern. DVD-Brenner gehören bei neuen Computern zur Standardausstattung. Bei Notebooks sind sie entweder eingebaut oder können als externes Gerät angeschlossen werden. In den letzten Jahren wurden DVD-Brenner in Unterhaltungselektronik wie Videorekordern, PVR und HiFi-Anlagen eingebaut.
Technisch verlagert sich die Entwicklung von der kaum noch spürbar erhöhbaren Lese- und Brenngeschwindigkeit (vgl. exemplarisch die Abbildung bei den CD-Brennern), sowie die Unterstützung möglichst vieler verschiedener CD- und DVD-Formate und deren Brennqualität
Geschichte und Verbreitung
Nach den ersten Verkaufserfolgen der DVD Videos wollten die Gerätehersteller von DVD-Abspielgeräten den Absatz weiter steigern, indem der Konsument nicht nur damals teure DVD-Filme kaufen musste, sondern auch preisgünstig eigene DVD-Videos erstellen konnte, etwa von seinen Urlaubsvideos. Hierzu wurde das DVD-Format DVD-R geschaffen. Die Filmindustrie hatte schon damals berechtigte Sorgen, Konsumenten würden eher Raubkopien ihrer gekauften DVD-Videos erstellen, und sorgte dafür, dass die Industrievereinigung DVD-Forum nur eine DVD-R spezifizierte, welche 1:1-Kopien dadurch technisch erschwerte, indem ein Bereich des Rohlings nicht beschrieben werden kann. Dieser Datenring verhindert, dass der Brenner des Konsumenten den Bereich, in dem Kopierschutzschlüssel hinterlegt werden, kopieren können. Somit kann man zwar die Filmdaten, aber nicht den entsprechenden Schlüssel zu ihrer Wiederherstellung kopieren; entsprechende Kopien sind nicht verwertbar.
Einige Hersteller des DVD-Forums waren mit der DVD-R unzufrieden, weil zum einen relativ hohe Lizenzgebühren an das DVD-Forum zu zahlen sind und zum anderen der spezielle Anti-Kopierring auf jedem DVD-R-Rohling die Produktionskosten erhöhte und damit der Akzeptanz der DVD-Brenner bei den Konsumenten nicht förderlich war. Da auch nach späteren Verhandlungen mit dem DVD-Forum keine zufriedenstellende Einigung erreicht werden konnte, beschlossen einige Hersteller, eine eigene Industrievereinigung zu gründen: die DVD+RW Alliance. Die DVD+RW-Alliance entwickelte eine preiswerte Alternative: die DVD+R. Streng genommen heißt sie nur +R, weil das Akronym DVD ein geschützter Name des DVD-Forums ist. In der Literatur hat sich aber DVD+R eingebürgert, und auch die meisten Rohlinge für DVD+R verwenden ausdrücklich DVD+R als Bezeichnung.
Die DVD+R war anfangs aus der Perspektive der Hersteller von DVD-Brennern kontraproduktiv, weil die Konsumenten einen ähnlichen Formatewettbewerb wie bei den Videobändern VHS, Betamax und Video 2000 vermuteten. In der Unsicherheit, nicht auf das falsche Pferd zu setzen, und aufgrund der anfangs sehr hohen Preise kauften viele Konsumenten zunächst gar keinen DVD-Brenner. Die Industrie reagierte daraufhin mit sogenannten Multirecordern, die beide R-Varianten brennen konnten.
Durch den harten Wettbewerb der beiden Formate gibt es inzwischen keinen preislichen Unterschied mehr zwischen DVD-R- und DVD+R-Rohlingen. Da auch die meisten technischen Eigenschaften gleich sind, hat sich in der Literatur der Sprachgebrauch DVD±R durchgesetzt, wenn DVD-R und DVD+R gemeint sind.
Da die DVD-R jedoch der einzige vom DVD-Forum anerkannte Standard ist, dürfen nur -R-Discs das offizielle DVD-Logo tragen, nicht jedoch die +R-Variante.
Neben der DVD±R gibt es noch die wiederbeschreibbaren DVD-Varianten DVD±RW und DVD-RAM. Gegenüber diesen ist die DVD±R seit Jahren das am weitesten verbreitete beschreibbare DVD-Format, weil es sehr preisgünstig ist und die gleiche Verwendungsweise erlaubt wie sein bekannter und auch heute noch genutzter Vorgänger CD-R. Zur Zeit werden mehrere potenzielle Nachfolger der DVD±R entwickelt und angeboten, wie etwa die BD-R oder der offizielle DVD-Nachfolger HD-DVD. Welches Speichermedium letztendlich sich durchsetzen wird, ist noch nicht auszumachen. Die DVD±R wie die CD-R werden aber auch lange Zeit danach noch im breiten Einsatz sein.
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Einsatzzweck
Erstellung von eigenen DVD Rohlinge durch den Konsumenten
Gegenüber den anderen beschreibbaren DVD-Formaten wie etwa DVD±RW und DVD-RAM ist die DVD±R nicht wiederbeschreibbar, sondern nur einmal beschreibbar. Dieser Nachteil ist aber auch zugleich der größte Vorteil der DVD±R, weil die DVD±R damit WORM-Eigenschaften besitzt. Das heißt, einmal beschriebene Daten sind unveränderlich bzw. die ursprüngliche Version kann jederzeit rekonstruiert werden.
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Speicherkapazität
Die Speicherkapazität einer DVD-R beträgt 3,65 GB in Version 1 und 4,7 GB in Version 2. Weiterhin gibt es zweilagige DVD-R und DVD+R mit jeweils 8,5 GB, auch Dual-Layer- (bei -R) bzw. Double-Layer-DVDs (bei +R) genannt. Bei der DVD+R DL kann der Schichtwechsel frei positioniert werden, was bei der DVD-R DL oft nicht der Fall ist. Die Folge: Bei der DVD-R DL muss auch bei kleineren Datenmengen über den ganzen Durchmesser gebrannt werden, sodass der Brennvorgang so lange dauert wie bei größeren Datenmengen. [1]
Unterschiedliche DVD-Medien derselben Größenklasse haben je nach Hersteller eine leicht unterschiedliche tatsächliche Speicherkapazität. Beispiel:
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Technik
Zum Beschreiben (und Auslesen) von DVD-R und DVD+R wird Laserstrahlung der Wellenlänge 650 nm verwendet. Wie bei der CD-R wird die digitale Information in eine dünne Schicht eines organischen Farbstoffs „eingebrannt“. Zur Herstellung der DVD±R wird eine Mischung aus Cyanin- und Azo-Lack benutzt.
Es gibt mehrere Varianten der DVD-R. Die DVD-R(G) (General) ist die normale DVD-R mit einem Kopierschutzring, um 1:1-Kopien unmöglich zu machen, bei dem Booktyping nicht möglich ist. Die DVD-R(A) (Authoring) ist eine spezielle Variante ohne Kopierschutzring, jedoch benötigt man zum Beschreiben der DVD-R(A) einen speziellen, darauf abgestimmten Brenner, da zum Beschreiben (nicht aber zum Lesen) eine andere Wellenlänge benötigt wird.
Die DVD ist ein digitales Speichermedium, das optisch einer CD ähnelt, aber über eine deutlich höhere Speicherkapazität (z. B. 4,7 GB) verfügt und vielfältiger nutzbar ist. Sie zählt zu den optischen Datenspeichern. Das Kunstwort „DVD“ ging auf die Abkürzung von Digital Video Disc und später Digital Versatile Disc (engl. für digitale vielseitige Scheibe) zurück, ist seit 1999 aber nach Angaben des DVD Forums ein eigenständiger Begriff ohne Langform. In der Alltagssprache wird der Ausdruck „DVD“ im Zusammenhang mit Filmen häufig im Sinne des logischen Formats DVD-Video verwendet.
Seit einigen Jahren gibt es auch Nachfolger des DVD-Standards. Diese heißen HD DVD (High Definition DVD) und Blu-ray Disc. Sie verfügen über eine wesentlich größere Speicherkapazität, die u. a. für hochauflösende Videos verwendet werden kann. HD-DVD und Blu-ray stecken jedoch noch in den Kinderschuhen und am Markt gibt es nur wenige Laufwerke und Wiedergabegeräte, die die DVD-Nachfolger
Technik der DVD
DVDs benötigen zum Abspielen einen eigenen DVD-Spieler. Zur Unterscheidung zu normalen CD-ROM Laufwerken ist dieser auf der Vorderseite mit dem DVD-Emblem gekennzeichnet.
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Lebensdauer
Der Medienhersteller Imation gibt die voraussichtliche Lebensdauer bei optimaler Luftfeuchte und Temperatur wie folgt an: 3,5-Zoll-Diskette, CD-R und DVD 100 Jahre; CD-RW 70 Jahre und DVD±R sowie DVD±RW 70–100 Jahre. Dies gilt allerdings nicht für die Daten sondern für haptischen Bauteile. Die realistische Haltbarkeit der Daten hängt von der Brenngeschwindigkeit sowie der Lagerung und dem verwendeten Material ab, im "normalen" Hausgebrauch ist der Verfall deutlich schneller als 70 Jahre und kann im negativen Fall auch nur wenige Monate betragen.
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Speicherkapazität und Zugriffstechnik
Die Spezifikationen sehen die folgenden DVD-Typen in der Version 2 vor. Auf die Darstellung der seltenen Version 1 wird verzichtet.
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Angabe der Brutto-Speicherkapazität in GiB bzw. GB statt in Byte. Die tatsächlich verwendbare Speicherkapazität hängt vom verwendeten Dateisystem der DVD ab.
Zwei Gründe erklären die im Vergleich zur herkömmlichen CD erheblich größere Speicherkapazität der DVD:
Zum einen sind die Datenspuren mit ihren Vertiefungen (Pits and Lands) schmaler und enger nebeneinander gereiht als auf einer CD. Zudem sind die möglichen Vertiefungslängen kleiner. Das bedeutet vor allem, dass auf weniger Raum mehr Daten gespeichert werden können, erhöht aber zugleich die Anfälligkeit gegenüber Kratzern oder anderen Verunreinigungen der Oberfläche.
Zum anderen ist es möglich, auf einer (zweilagigen) DVD zwei Datenschichten übereinander zu lagern.
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Neue Technologien
Zur Anwendung beider erweiterter Techniken braucht es höherfrequente (das heißt, die Farbe des Lasers ist in Richtung Blau verschoben) und genauere Laser als zum Auslesen einer CD. Um die zweite Datenschicht lesen zu können, muss der Laser dazu noch leicht anwinkelbar sein. Zusammen mit der veränderten Laserfokussierung ist es so möglich, die untere („verdeckte“) Schicht lesen zu können.
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Datenkodierung
Die Binärdaten auf einer DVD werden nach der „Eight-to-Fourteen-Modulation-plus” (EFMplus) geschrieben. Diese stellt sicher, dass alle 2 bis 10 Takte sich die Polarität des ausgelesenen Signals ändert. Das geschieht, wenn der Laser in der Spur einen Übergang von einer Vertiefung („pit”) zu einem Abschnitt ohne Vertiefung („land”) passiert oder umgekehrt.
Der Hintergrund ist hierbei folgender: Die Abschnitte mit Vertiefungen bzw. ohne Vertiefungen müssen lang genug sein, damit der Laser die Veränderung erkennen kann. Würde man ein Bitmuster direkt auf den Datenträger schreiben, würden bei einem alternierenden Signal (1010101010101010x) falsche Werte ausgelesen werden, da der Laser den Übergang von 1 nach 0 beziehungsweise von 0 nach 1 nicht verlässlich auslesen könnte. Die EFMplus-Modulation bläht das Signal von 8 Bit auf 16 Bit auf und wählt die Füllbits so, dass die oben erwähnte Forderung, dass alle 2 bis 10 Takte sich die Polarität ändert, also ein Übergang von 1 nach 0 oder umgekehrt geschieht, erfüllt wird.
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Brenner
Nachdem die ersten DVD-Brenner (DVD-Schreiber) nur eine Datenmenge von 3,4 GiB auf einen einmal beschreibbaren DVD-Rohling speichern konnten, wurde die Kapazität später auf die volle Größe einer DVD-5 (4,38 GiB) angehoben und zusätzlich wiederbeschreibbare Medien mit diesem Fassungsvermögen vorgestellt. Seit Mitte 2004 beherrschen DVD-Brenner auch die Doppelschicht-Technik (dual layer), welche die Speicherung von Daten auf einem zweischichtigen Rohling ermöglicht. Die zweite Datenschicht besitzt weiter gesetzte Pits und Lands, um ein Lesen durch die untere Schicht hindurch zu ermöglichen und ist somit kleiner. So fasst ein solcher Rohling statt 8,76 GiB (die Kapazität zweier DVD-5) lediglich ca. 7,95 GiB.
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Duplikationsverfahren
DVD-Pressung: Die Herstellung einer DVD oder einer CD (ROM und Video) besteht aus vier Schritten nach Anlieferung der Master-DVD-R beziehungsweise eines Streamer-Tapes („DLT“-Format) an das Presswerk.
Premastering: Zuerst wird geprüft, ob der Standard (das Book) erfüllt ist, das heißt ob der Datenträger den Spezifikationen entspricht. Danach wird mit der Berechnung des EDC (Error Detection Code) und ECC (Error Correction Code) begonnen. Dies dauerte ursprünglich zwischen 5 und 16 Stunden. Anschließend werden Time-Code, Inhaltsinformation der Tracks und TOC (Table of contents) usw. generiert und ein Image der DVD/CD erstellt. Die Daten können nun dem Mastering zugeführt werden.
Mastering: Die aufbereiteten Daten aus dem Premastering werden auf einen Glasmaster (eine Glasscheibe) übertragen, indem ein modulierter Laserstrahl die darauf aufgetragene Substratschicht (ein Farbstoff) von innen nach außen belichtet. Im Entwicklungsbad werden dann die belichteten Stellen ausgewaschen, die Pits entstehen. Anschließend wird der Glasmaster mit einer 100 nm dicken Silberschicht bedampft. Im Anschluss daran folgt ein erstes Auslesen als Qualitätsprüfung. [Nur nebenbei: Die Kosten für die Glasmasterproduktion (zwischen 300 € und etwa 3.000 €) werden bei geringen Auflagen von den meisten Presswerken extra berechnet; darauf ist bei der Kalkulation zu achten!]
Galvanik: Es werden nun Negative des Glasmasters erstellt, die für die Pressung als Stempel verwendet werden können.
Einweg-DVD
Seit Jahren hört man immer wieder in regelmäßigen Abständen von einer neu erfundenen Einweg-DVD, welche besonders den Spielfilmverleih von Videotheken revolutionieren soll. Dem Vorteil, dass man diese DVDs der Videothek nicht mehr zurückbringen muss und somit auch Verzugsgebühren kein Thema mehr sind, steht der Nachteil gegenüber, dass das Konzept nicht ökologisch ist. Sobald die DVD Rohlinge aus der luftdichten Hülle entfernt wird und mit Sauerstoff in Berührung kommt, erfolgt eine chemische Reaktion, welche die DVD innerhalb von acht bis 48 Stunden unbrauchbar macht. Nach Ablauf dieser Zeit kann die DVD vom Kunden einfach weggeworfen werden, weswegen diese DVDs auch Wegwerf-DVDs genannt werden.
Die Firma Flexplay hat eine solche Einweg-DVD unter dem Namen EZ-D herausgebracht. Diese wurde ab September 2003 von Buena Vista Home Entertainment am US-Markt getestet. Es erschienen Datenträger mit einem Film für etwa fünf bis sieben US-Dollar kurz vor der eigentlichen Premiere desselben. Das Produkt fand jedoch nicht genug Käufer, so dass dieses Anfang 2004 bereits wieder aus den Verkaufsregalen verschwand. Ein ähnliches Verfahren hatte auch schon die Firma SpectraDisc zuvor vorgestellt, nach deren Prinzip die Einweg-DVDs jedoch aufgrund von Lichtempfindlichkeit unbrauchbar wurden.
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DIVX
Während heutzutage das DivX-Format als Videokompressionsalgorithmus bekannt ist, bezeichnet DIVX eine spezielle Pay-Per-View Variante in den USA, die heute nicht mehr existiert. Im Jahr 1998 kam die Idee auf, zu den damals noch erheblich teureren DVDs eine Billigvariante anzubieten, die 48 Stunden lang abgespielt werden konnte, jede darüber hinausgehende Nutzung war kostenpflichtig. Zur Dekodierung und Abrechnung der Filme wurden spezielle, mit einem Modem ausgestattete Player benötigt, die sich regelmäßig mit einem speziellen Server verbanden, um Abrechnungsdaten zu übertragen.
DIVX benutzte ein MPEG-4-Derivat, welches mit speziellen DIVX-Flags zur Identifizierung und Dekodierung des Films versehen war. Letzten Endes konnte sich das System der DVD gegenüber nicht durchsetzen und endete nach nur einem Jahr als Flop.
Die DVD-Video ist der Nachfolger diverser Video-Datenträger, wie etwa der VHS-Kassetten, Video-CD oder der Laserdisc. Der durchschlagende Erfolg der DVD-Video seit ihrer Markteinführung 1997 ist ihren umsichtigen Entwicklern zu verdanken, welche die Nachteile der DVD-Vorgänger vermieden und stattdessen das jeweils Beste ihrer Vorgänger übernahmen.
Von der Video-CD übernahmen die DVD-Video-Entwickler die Idee, dass ein Laufwerk für einen Video-Datenträger zugleich auch die damals schon verbreiteten Audio-CD abspielen sollte. Für den Konsumenten ist eine solche Lösung sehr attraktiv, weil er mit dem Kauf eines Laufwerkes dieses flexibel für Audio oder Video nutzen kann. Die Video-CD war allerdings in den meisten Teilen der Welt zumindest kommerziell ein Flop. Zwar bot die Video-CD wie die Audio-CD gegenüber den damals bekannten Videokassetten einen höheren Bedienkomfort (kein Spulen und kein Bandverschleiß), aber die Video-CD bot nicht wie die Audio-CD eine gegenüber ihren Vorgängern höhere Qualität. Insbesondere gegenüber der populären VHS-Kassette war die Bildqualität der Video-CD etwas schlechter; dazu kam die wesentlich kürzere Spielzeit, die für Spielfilme nicht ausreichte. Die Ursache lag an der zu kleinen Speicherkapazität einer CD für die damals bekannten Videokompressionsalgorithmen. Trotz dieser Nachteile hat die Video-CD die VHS in Japan fast vollständig verdrängt. Die Gerätehersteller reagierten mit der Forschung nach CD-artigen Datenträgern mit höherer Speicherkapazität.
Von der sehr populären VHS-Kassette lernten die DVD-Entwickler, dass der Erfolg eines Video-Datenträgers nicht nur von seinen technischen Leistungsdaten abhängt, sondern auch von seiner Verbreitung.
Bei der Videokassette gab es anfangs verschiedene Videokassetten-Standards, wie etwa Betamax, Video 2000 usw. Letztlich setzte sich die qualitativ schlechtere VHS-Kassette durch, weil sie sich durch ein geschicktes Marketing schneller verbreitete. Die Leidtragenden des Wettkampfes der Videokassetten-Standards der Unterhaltungsindustrie waren die Unternehmen der Filmindustrie, weil sie ihre Filme in mehreren Videokassettenstandards gleichzeitig anbieten mussten, wenn sie alle Konsumenten erreichen wollten. Diese erhöhten Produktionskosten wollte die Filmindustrie bei der nächsten Video-CD-Generation vermeiden und intervenierte bei den zwei Parallelentwicklungen der Multimedia-CD (MMCD, von Sony und Philips) und der Super Density CD (SD, von Toshiba und Time Warner). Die Filmindustrie war bei dieser Weiterentwicklung sehr mächtig, weil ohne ihre Filme der Inhalt für die Videos fehlte. Der Interessenausgleich zwischen den Herstellern der Unterhaltungselektronik und der Filmindustrie wurde hierbei erstmals institutionell organisiert, und zwar durch das DVD-Forum, das im Konsens der beiden Industrien den Nachfolgestandard festlegte. Erst dieser Konsens ermöglichte die schnelle Marktdurchdringung der DVD-Video, weil es nur eine technische Lösung von den wichtigsten Geräteherstellern wie Inhaltsanbietern gab.
Von der Laserdisc lernten die DVD-Entwickler, dass für den Käufer eines Video-CD-artigen Datenträgers neben dem Film auch Extras, wie Audiokommentare, Hintergrundberichte und Trailer kaufentscheidend sind. Diese Extras stellen für den Filmliebhaber einen bedeutenden Zusatznutzen gegenüber einer vielleicht möglichen VHS-Aufnahme aus dem Fernsehen dar. Diese Extras wurden bei der DVD-Video übernommen.
Dieses waren die drei Hauptvorgänger der DVD-Video, aus welchen sie die besten Eigenschaften erbte. Die DVD-Video sollte dabei ursprünglich nur kurz DVD heißen, für Digital Video Disc (englisch für digitale Videoscheibe). Der längere Name DVD-Video kam zustande, weil später im DVD-Forum beschlossen wurde, alle CD-Varianten, wie z. B. die Audio-CD, Video-CD und CD-ROM, durch einen gemeinsamen Datenträger mit höherer Speicherkapazität zu ersetzen. So entstanden neben der DVD-Video u. a. die DVD-Audio und die DVD-ROM. Die drei Buchstaben „DVD“ wurden anfangs „umgedichtet“ zu Digital Versatile Disc (englisch für digitale vielseitige Scheibe). Das DVD-Forum legte aber 1999 fest, dass DVD eine bedeutungslose Buchstabenkombination ist.
Die erste DVD-Video-Spezifikation des DVD-Forums kam Ende 1995 heraus. In den Handel kam die DVD allerdings erst 1997, weil die Filmindustrie auf einer erweiterten Spezifikation bestand, die ihre klassischen Vermarktungsstrategien unterstützt. Hierzu wurden der DVD-Video zwei technische Verbreitungskontrollen eingebaut, der sogenannte Regionalcode und ein Kopierschutz (siehe Kapitel Verbreitungskontrolle).
Die ersten DVD-Player – die natürlich auch Audio-CDs wiedergeben konnten – kamen Ende 1997 heraus und kosteten umgerechnet typischerweise etwa 700 bis 900 €. Mit dem immer schnelleren Preisverfall der DVD-Player und auch der zugehörigen Filme bei gleichzeitigen technischen Verbesserungen wuchs die Verbreitung der DVD-Video. Seit Mitte 2004 ist ein DVD-Player für jedermann erschwinglich, mit Preisen ab 40 €.
Seit 2001 werden in Deutschland mehr Spielfilme auf DVD verkauft als auf VHS-Kassetten. [1]
Die DVD-Video wird aber nicht nur zum Abspielen von Kauf-Videos von Filmliebhabern genutzt. In den letzten Jahren ist für den Absatz von DVD-Playern die Käufergruppe, die primär Fernsehfilme aufzeichnet oder sich ihre Hobbyfilme auf DVD-Video ansehen will, genauso wichtig geworden. Hierzu erstellt der Konsument mit den beschreibbaren DVD-Varianten DVD±R, DVD±RW und DVD-RAM eigene DVD-Videos. Möglich wurde dieses, weil die beschreibbaren DVD-Varianten nicht industriell gepresst werden müssen, sondern mit sogenannten DVD-Brennern und DVD-Videorekordern gebrannt werden können. Damit ersetzt die DVD-Video die Videobänder, wie etwa die VHS, S-VHS, Hi8 usw. auch in ihrer letzten Bastion.
Inzwischen gibt es potenzielle Nachfolger für die DVD-Video. Zu nennen sind hier besonders die Enhanced Versatile Disc (EVD), die Finalized Versatile Disc (FVD), die Blu-ray Disc (BD) oder die High Density DVD (HD-DVD). Die eben aufgezählten potenziellen Nachfolger besitzen aber nicht das wichtigste Erfolgskriterium der DVD-Video, ihre schnelle Verbreitung durch einen Konsens der Film- und Geräteindustrie. Ähnlich wie bei der Video-Kassette muss der Markt entscheiden, welcher Nachfolger überleben soll. In der Zwischenzeit wird sich die DVD-Video weiterverbreiten, weil sie die größte Investitionssicherheit bietet.
Für die Filmproduzenten gewinnt die DVD-Video eine immer größere Bedeutung, weil inzwischen deutlich mehr Umsatz mit den Verkauf von DVD-Videos als mit den Kinoaufführungen gewonnen wird. Sichtbarstes Kennzeichen ist, dass einige neue Filme gleichzeitig im Kino und als DVD-Video erscheinen.
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DVD-Video aus Nutzersicht
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Vorteile
Ein guter DVD-Film bietet aus Benutzersicht zahlreiche Vorteile gegenüber den DVD Rohlinge-Vorgängern, wie etwa VHS-Kassetten und Video-CDs. Zu nennen sind hier insbesondere:
Die problemlose Abspielbarkeit mit jedem Media Player oder DVD-Player, der den gleichen Regionalcode besitzt wie die abzuspielende DVD oder "regionfree" ist. Ein Hersteller muss glaubhaft diverse technische Mindestanforderungen erfüllen, um mit der DVD-Video-Bezeichnung werben zu können.
Die deutlich bessere Bild- und Tonqualität.
Das Vor- und Zurückspulen wie bei VHS-Kassetten entfällt großteils (durch Auswahl des richtigen Kapitels bzw. bei den meisten Playern auch durch die Goto-Funktion).
Weitere Vorteile, die jedoch nur bei teureren Kauf-DVDs (und auch hier nicht immer) verfügbar sind:
Die mehreren Tonspuren, die es erlauben, sich das gleiche Video jederzeit in anderen Synchronisationsfassungen anzuhören oder gar zu jeder Videostelle Kommentare von Produktionsbeteiligten zu hören usw.
Die zuschaltbaren Untertitel in bestimmten, auf der jeweiligen DVD vorhandenen Sprachen.
Das Menü, mit dem bequem bestimmte Filmstellen, Tonspuren, Untertitel und auch das Bonusmaterial anwählen lässt, wie etwa:
eine Produktionsdokumentation des Films,
Interviews und Kommentare mit Produktionsbeteiligten, wie Regisseuren, Schauspielern und
weitere Extras, wie Kinotrailer, Musikvideos oder gar Computerspiele usw.
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Nachteile
DVD-Videos können nur mit Abspielgeräten angesehen werden, die vom DVD Forum autorisiert wurden. Das bedeutet:
Auf einem PC mit Linux-Betriebssystem gibt es, außer einem OEM-Player [1], keine autorisierte Abspielmöglichkeit für Content-Scrambling-System-geschützte DVDs. Ein Abspielen ist hier nur durch ein Knacken des Schutzes möglich, was in vielen Ländern (u. a. Deutschland) eine große rechtliche Unsicherheit darstellt oder sogar komplett illegal ist.
Auch ist es ohne ein Knacken des Regionalcode-Schutzes nicht möglich, beispielsweise eine DVD aus den USA auf einem in Deutschland erworbenen Player abzuspielen. Inzwischen sind jedoch auch in Deutschland sogenannte Regionfree-Abspielgeräte erhältlich, die nicht nur jede DVD ungeachtet ihrer Herkunft, sondern auch verschiedenste andere Formate und Codes (MP3, DivX) abspielen können.
Die Vorgänger der DVD Rohlinge – VideoCD und VHS – hatten diese Nachteile nicht, wenn man den inkompatiblen USA-Standard NTSC und den Europäischen Fernsehstandard PAL außer Acht lässt.
Manche DVD-Player merken sich die aktuelle Position auf der Disk nicht. Bei VHS-Kassetten bestand dieses Problem nicht, da dort die Position physisch durch die Bandposition gespeichert wird.
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Verbreitungskontrolle
Die DVD-Video ist der erste Video-Datenträger, der gemeinsam von Geräteherstellern und der Filmindustrie spezifiziert wurde. Die Filmindustrie achtet dabei besonders auf eine technische Verbreitungskontrolle, die ihre traditionelle Vermarktung von Filmen auch im Zeitalter von DVD-Video ohne Änderung erlauben soll.
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Regionalcode
Mit dem Regionalcode, der exakt Regional Playback Control (RPC) heißt, sollte verhindert werden, dass z. B. ein DVD Rohlinge-Video aus den USA auf einem europäischen Gerät abspielbar ist. Dieser ist aus der Sicht der Filmindustrie aus fünf Gründen notwendig:
Auch heutige Kinos werden primär mit Filmrollen versorgt, deren Vervielfältigungstechnik so zeitaufwendig ist, dass nach Meinung der Motion Picture Association of America (MPAA) nicht alle Kinos der Welt gleichzeitig beliefert werden können. Diese Behauptung wurde jedoch mit der international gleichzeitigen Premiere des ersten Der-Herr-der-Ringe-Filmes sowie der neuen Star-Wars-Trilogie widerlegt. Außerdem lässt sich mit diesem Argument nicht begründen, warum auch DVDs mit Filmklassikern, deren Kinoverwertung Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt, mit Regionalcodes versehen werden.
Zum anderen heißt es, dass ohne eine Regionensperre alle Konsumenten auf die DVD-Videos so lange warten müssten, bis die letzte Kinoverwertung des Films auf der ganzen Welt abgeschlossen ist. Teilweise beginnt jedoch heute der DVD-Verkauf gleichzeitig mit dem Kinostart.
Auch verkaufen die Studios Vertriebsrechte an verschiedene Distributoren. Den Distributoren ist es recht, wenn sie ihren exklusiven Markt nicht nur rechtlich, sondern auch technisch absichern können. Insbesondere, wenn eine DVD-Video zu unterschiedlichen Preisen je nach Marktregion verkauft werden soll. Durch den Regional-Code sollte ein „Import“ verhindert werden, etwa aus den oft preiswerteren USA nach Europa.
Um den unterschiedlichen Anforderungen an Jugendschutz- und Altersfreigabegrenzen besser nachzukommen, finden sich auf den Regionalausgaben einzelner DVD-Titel abweichende Schnittfassungen.
Schließlich senkt eine nicht gleichzeitige Vermarktung eines Films auf der Welt das Vermarktungsrisiko, indem jede Erfahrung aus einem Land die Vermarktung in anderen Ländern erleichtern kann.
Aus Sicht der Konsumenten (welche die DVDs bezahlen) kann festgehalten werden, dass keiner dieser Punkte direkt die Interessen des Konsumenten vertritt.
Eine DVD-Video mit eindeutig gesetzten Regionalcodes kann normalerweise nur von einem DVD-Spieler gelesen werden, der auf einen dieser Regionalcodes eingestellt ist. Der Markt bietet auch „regionalcodefreie“ Spieler an, die DVD-Videos aus allen Regionen abspielen. Manchen Geräten kann man dieses auch durch ein Firmware-Update oder durch über die Fernbedienung einzugebende Codes nachträglich beibringen. Hierdurch erlischt aber in der Regel die Garantie, weshalb ein Spieler nur codefree geschaltet werden sollte, wenn es auch nötig ist. „Regionalcodefreie“ Spieler führen allerdings nicht unbedingt bei jeder DVD-Video zu einem Erfolg, da manche DVD-Videos durch die eingebauten Scripting-Möglichkeiten den Regionalcode des Spielers abfragen und sich dementsprechend anders verhalten können.
Bedeutung
Bereits wenige Jahre nach der Markteinführung der CD (1982) wurde das digitale Medium populärer als die Vinyl-Schallplatte; allein in den USA wurden 1983 etwa 30.000 CD-Player und 800.000 Audio-CDs verkauft. 1988 wurden erstmals 100 Millionen Audio-CDs pro Jahr produziert.
Anfang der 90er Jahre verschwanden LPs dann größtenteils aus den ehemaligen "Schallplattenläden". Millionen von Käufern ersetzten ihre teilweise jahrzehntelang aufgebauten Schallplattensammlungen durch Audio-CDs und ermöglichten der Musikindustrie so Rekordumsätze nach Jahren der Rezession. Das Boomjahr der deutschen Musikindustrie war 1997, als die Branche rund 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftete.
In Deutschland werden Audio-CDs – zumindest steuerrechtlich – nicht als wertvolle Kulturgüter betrachtet; für Audio-CDs gilt ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, während dieser für Bücher und Noten bei 7 Prozent liegt.
Etwa seit der Jahrtausendwende beklagen die Plattenfirmen jedoch wieder zurückgehende Umsätze. Die Umsatzeinbrüche liegen bei bis zu zehn Prozent; deutsche Plattenfirmen verloren 2003 sogar ein Fünftel ihres Umsatzes; im Jahr 2002 war der Umsatz bereits um mehr als elf Prozent auf weniger als zwei Milliarden Euro zurückgegangen.
Ursache für die aktuellen Probleme der Musikbranche sollen nach deren Aussage vor allem so genannte Raubkopien sein, die über Tauschbörsen verbreitet werden, sowie Kopien von Audio-CDs; nach Ansicht der Musikbranche übersteige die Zahl der mit Musik bespielten CD-Rohlinge (2002: 267 Millionen) die der verkauften Musik-CDs (2002: 166 Millionen) bei weitem; wie diese Zahlen ermittelt worden sein sollen, verraten die Vertreter der Musikindustrie indes nicht. Kritiker werfen der Musikbranche vor, die Konzerne hätten die Zeichen der Zeit – zum Beispiel die Entwicklung eines konsequenten Vertriebs als Internet-Download – verschlafen und würden sich nun in Schadensbegrenzung (konsumentenfeindliche Kopierschutzmaßnahmen, Strafverfahren gegen Internet-Musiktauschbörsen, Kampagnen mit der Parole "Raubkopierer sind Verbrecher") üben, was den Kunden letztlich nicht dazu verleitet, mehr Musik-CDs zu konsumieren.
Ein weiterer Grund könnte aber auch die Zurückhaltung von Verbrauchern sein, Musik von schlechter Qualität und sehr niedrigem Schöpfungswert zu kaufen.
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Technologie und Standardisierung
Die Audio-CD ist eines der offiziellen CD-Formate, die in den sogenannten „Bunten Büchern“ (siehe Rainbow Books) beschrieben werden und das Compact-Disc-Logo tragen dürfen. Die Format-Spezifikationen der Audio-CD, korrekt als CD-DA bezeichnet, ist 1980 unter der Bezeichnung „Red Book“ durch die ANSI (IEC-908) standardisiert worden; diese Norm ermöglichte es, dass ursprünglich jeder CD-Player und jedes CD-ROM-Laufwerk jede Audio-CD abspielen konnte – solange sich die Plattenfirmen an die Norm hielten.
Eine Audio-CD enthält in dieser ursprünglichen Form ausschließlich Audio-Daten und keine multimedialen oder textuellen Zusatzinformationen. Erweiterungen zur CD-DA wie Mixed-Mode-CD, Enhanced CD/CD-Plus, CD-Text, CD+G oder CD+MIDI können jedoch Zusatzinformationen enthalten.
Die Audio-Daten werden unkomprimiert gespeichert. Das Red-Book-Format unterstützt nur ein einfaches Verfahren zum Erkennen oder Korrigieren von Lesefehlern, das so genannte CIRC (Cross Interleaved Reed Solomon Code), und erlaubt bis zu 250 Fehler pro Sekunde. Gute CD-Player können auch etwas höhere Fehlerzahlen noch (fast) unhörbar »überdecken«.
Die CD selbst ist eine 1,2 mm dicke Scheibe mit einem Durchmesser von 12 cm bzw. 8 cm (CD-Single), die aus einem Polycarbonat-Träger besteht, auf den eine dünne Aluminium-Schicht aufgetragen wird.
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Datenformat
Die Audiodaten werden mit einer Abtastrate von 44,1 kHz, 16-Bit-Samples (little endian) und 2 Kanälen (erst links, dann rechts) aufgezeichnet; die Datenrate einer Audio-CD liegt daher bei 1.411.200 bit/s.
Die Bandbreite einer Audio-CD liegt bei 5 Hz bis 20 kHz, der Dynamikumfang bei 96 dB.
Die Daten werden in Frames gespeichert (auch "Mini-Frame" genannt). Jeder Frame enthält 33 Bytes. Davon sind 24 Byte Audio-Daten (also genau 6 Stereo-Samples), 8 Byte enthalten Fehlerkorrekturdaten und ein so genanntes "Subcode"-Byte. Die Bits des Subcode-Bytes werden mit P bis W bezeichnet. Die jeweiligen Bits der aufeinanderfolgenden Subcode-Bytes bilden je einen so genannten Subchannel. Die einzelnen Subchannel werden ebenfalls mit P bis W bezeichnet.
Jeweils 98 Frames werden zu einem Block (auch Sektor oder Frame genannt) zusammengefasst. Jeder Block enthält somit 2352 Byte Audiodaten. Dieses entspricht 1/75 Sekunde. Die 98 Subcode-Bytes ergeben die acht Sub-Channels P bis W zu je 98 Bit. Die Audio-CD nach dem Red-Book-Standard benutzt nur die Subchannel P und Q. Subchannel P enthält ein einfaches Musik-Pause-Flag. Dieses kann von CD-Spielern genutzt werden, um Pausen zu überspringen. Dieses Feature wird jedoch von manchen Geräten nicht unterstützt.
Subchannel Q enthält dagegen zahlreiche Informationen. Die 98 Q-Channel-Bits eines Blocks haben folgenden Aufbau:
2 Bit Synchronisation
4 Bit ADR - Gibt an, welche Daten der Q-Channel in diesem Sektor enthält.
0 = keine Q-Channel-Daten
1 = Positionsinformationen (siehe unten)
2 = Medienkatalognummer (z.B. UPC oder EAN)
3 = ISRC
4..15 = reserviert
4 Bit Kontrollbits
Bit 0: 1: Audiodaten mit Preemphasis, 0: ohne
Bit 1: 1: Digitalkopie erlaubt, 0: Digitalkopie verboten
Bit 2: 1: Datentrack, 0: Audiotrack
Bit 3: 1: Vierkanal-Audio (Quadrophonie), 0: Zweikanal-Audio (Stereo).
Falls der Q-Channel Positionsinformationen enthält, werden diese wie folgt kodiert:
8 Bit Tracknummer
8 Bit Index Point
24 Bit Sektoradresse (relativ zum Track-Anfang)
8 Bit reserviert (0)
24 Bit Absolute Sektoradresse
16 Bit CRC-Prüfsumme
Da der Q-Channel verschiedene Daten enthalten kann, wie man an den 4 ADR-Bits sieht, kann nicht jeder Sektor seine Positionsinformationen enthalten. Falls ein Sektor keine Positionsinformationen enthält oder die Verifikation mit der CRC-Prüfsumme des Q-Subchannels einen Lesefehler erkennen lässt, zeigen die meisten CD-Spieler einen interpolierten Wert an. Laut Red-Book-Standard müssen jedoch 9 von 10 Sektoren Positionsinformationen enthalten, so dass beim Abspielen einer CD sehr rasch neue Positionsinformationen zur Verfügung stehen.
Die Subchannel R bis W sind bei reinen Audio-CDs ungenutzt und werden von den meisten Audio-CD-Spielern ignoriert. Erweiterte Formate, wie CD-Text oder CD+G kodieren dort ihre Zusatzdaten.
Auf einer Audio-CD können bis zu 99 Tracks gespeichert werden. Ein Track entspricht dabei in der Regel einem Musikstück. Jeder Track kann außerdem durch Index Points weiter unterteilt werden (beispielsweise für die Sätze einer Sinfonie oder Arien innerhalb einer Oper), heutige Player unterstützen diese Funktion jedoch häufig nicht mehr, da sie nur auf wenigen CDs verwendet wurde.
Ein standardkonformer Track muss mindestens 4 Sekunden (300 Sektoren) lang sein, Index Points müssen ebenfalls mind. vier Sekunden Abstand voneinander haben. Zwischen den Tracks befindet sich der Track Pre-Gap, der bei standardkonformen Audio-CDs eine Länge von mindestens zwei Sekunden haben muss und den Audio-Ruhepegel haben muss. Viele Audio-CDs enthalten aber Tracks, die nahtlos ineinander übergehen, ohne dass eine hörbare Pause zwischen ihnen besteht.
Die Adressierung der Sektoren lehnt sich dabei an den Einsatzzweck als Tonträger an: Die Sektoren werden in dem Format Minute:Sekunde:Block adressiert. Zur Vereinfachung der Anzeige werden diese Daten BCD-kodiert auf der CD gespeichert. Der Wert für Sekunden ist auf 0-59, die Blocknummer auf 0-74. Es sind somit Blockadressen von 00:00.00 bis 99:59.74 möglich, was für die ursprünglich konzipierte Spielzeit von 74 Minuten ausreichend ist. Es ist festgelegt, dass der erste Track bei Sektor 00:00.00 beginnen soll. Bestimmte Bereiche der CD befinden sich jedoch vor dem ersten Track und benötigen daher negative Sektornummern. Diese werden mit einem Offset von 100 Minuten gespeichert, sodass sie in die nicht benötigten Adressbereiche von 80:00.00 bis 99:59.74 fallen. Viele CD-Diagnoseprogramme sind in der Lage, diese Sektoren auszulesen und deren Inhalt (z.B. die TOC) darzustellen.
Die Sektoren einer Audio-CD enthalten keinen Header. Es ist somit nicht möglich, gezielt einzelne Sektoren anzusteuern und auszulesen. Um zu erkennen, welcher Sektor gerade gelesen wird, muss das Laufwerk einen, bisweilen sogar mehrere Sektoren einlesen und die Daten des Q-Channels auswerten. Dieses erklärt die recht lange Zugriffszeit beim wahlfreien Ansteuern etwa eines anderen Tracks.
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Low-level Format
Die Datenbits werden nicht direkt in Pits und Lands auf die CD gepresst. Stattdessen werden die Daten über eine 8-zu-14-Kodierung in sogenannte "Channel bits" gewandelt. Die Channelbits eines Datenbytes sind außerdem noch durch 3-bit-lange Pausen (engl. gap) voneinander getrennt, so dass pro Datenbyte der Platz von 17 Channelbits benötigt wird.
Die 33 Bytes eines Miniframes entsprechen 33*8 = 264 Datenbits. Auf der CD werden jedoch 33*17 = 561 Channelbits gespeichert. Zu diesen kommen dann noch 24 Channelbits zur Synchronisation und drei sogenannte "merge bits", also 588 Channelbits pro Miniframe.
Näheres dazu, wie die Daten auf der CD gespeichert werden, siehe im Artikel Compact Disc.
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Geschichte
Der für die Spieldauer entscheidende Durchmesser der CD wurde durch die Philips-Führung folgendermaßen begründet: Die Compact Cassette war ein großer Erfolg, die CD sollte nicht viel größer sein. Die Compact Cassette hatte eine Diagonale von 11,5 cm, die Ingenieure machten die CD 0,5 cm größer.
Moderne Legenden, wie dass die Länge der Aufzeichnung einer Audio-CD angeblich durch Sonys Vizepräsident Norio Ohga mit der Argumentation festgelegt worden sein soll, eine CD müsse bis zu 75 Minuten Musik fassen, da dieses etwa der Länge von Beethovens neunter Sinfonie entspreche, halten sich hartnäckig. Auch der Dirigent Herbert von Karajan soll angeblich auf eine Mindestlänge gedrängt haben, um wichtige Werke der Musik unterbrechungsfrei abspielen zu können. Ursprünglich sollte die CD sogar auf einem 1973 entwickelten Format, der Video Long Play Disc (VLP, LaserVision) basieren.
Die „krumme“ Abtastrate von 44,1 kHz kam durch einen interessanten Umstand zustande. Die digitalen Audiodaten benötigten ein Speichermedium, das zuverlässig und verfügbar sein musste. Hierfür wurde von Sony ein Videorekorder vom System U-Matic – das zur damaligen Zeit im Studiobereich weit verbreitet war – verwendet, da dieser in der Lage war, entsprechend hochfrequente digitale Signale dauerhaft auf Magnetband zu speichern. Es existierten spezielle Konverter (PCM-1610 und PCM-1630), die Audiodaten mit 16 Bit digitalisierten und ein „Video"-Signal erzeugten, das von dem U-Matic-Videorekorder aufgezeichnet werden konnte. Pro Videobildzeile konnten 96 Bit kodiert werden. Bei 294 nutzbaren Zeilen und 50 Bildern pro Sekunde (die Halbbilder des PAL-Videosignals) konnten so 96 * 294 * 50 = 1.411.200 Bit pro Sekunde gespeichert werden. Bei 2x16 Bit pro Sample ergab sich so eine Abtastrate von 44.100 Werten pro Sekunde.
Philips besitzt auch das Recht der Lizenzierung des „CD«-Logos“, das auf jeder CD erscheint; die dem zugrunde liegenden Patente liefen jedoch zwischen 2002 und 2003 aus.
Insbesondere auf älteren CDs ist angegeben, ob die einzelnen Aufnahmeschritte (Aufnahme, Mischung, Premaster) analog oder digital erstellt worden sind. Dazu werden die Abkürzungen AAD, ADD und DDD verwendet.
Überlange CDs
Da die Spezifikation gewisse Toleranzen des physischen Formates (etwa des Spurabstands) enthält, ist es möglich, durch Ausreizen dieser Toleranzen (engeres Schreiben der Spuren) mehr Daten auf einer CD unterzubringen, als ursprünglich vorgesehen war. Dieses wird von gepressten Audio-CDs aber nur selten genutzt. CD-Rohlinge zum Selberbeschreiben, die den gleichen grundlegenden Aufbau wie eine Audio-CD haben, werden jedoch oftmals so gefertigt, dass sie 80 Minuten Spielzeit aufweisen (bis Sektor 79:59.74). Von nahezu allen CD-Spielern werden solche CDs problemlos abgespielt.
Eine weitere Erhöhung der Spurdichte erlaubt eine noch längere Spielzeit (90 bzw. 99 Minuten). Dabei kommt es jedoch zu Problemen, da dafür Sektoradressen benutzt werden müssen, die vom Red-Book-Standard für negative Sektoradressen reserviert worden sind. Da viele CD-Laufwerke nur die Sektoren über 90:00.00 als negative Sektoradressen auffassen, sind sogenannte 90-Minuten-Rohlinge (die also Sektoren bis 89:59.74 enthalten) auf diesen Laufwerken noch abspielbar. Die sogenannten 99-Minuten-Rohlinge erfordern hingegen eine gewisse „Intelligenz“ von der Laufwerkselektronik, um zu erkennen, ob eine negative Sektoradresse oder eine am Ende der CD gemeint ist. In der Praxis wird meistens eine Heuristik eingesetzt, die wie folgt funktioniert: Ein gezieltes Auslesen von Adressen zw. 90 und 99 liefert die Daten am CD-Anfang (negative Adressen), ein kontinuierliches Auslesen der CD mit steigenden Adressen wird dagegen erkannt, und es werden beim Übergang von Minute 89 zu 90 die Sektoren am Ende der CD ausgelesen.
Aufgrund der Probleme, die 90- und 99-Minuten-Rohlinge verursachen, ist von diesen eher abzuraten, da man sich nicht sicher sein kann, ob sie später auf einem anderen Laufwerk wieder gelesen werden können.
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Kopierschutz/Un-CD
Ursprünglicher Kopierschutzansatz
Ähnlich dem DAT-Standard enthält die Audio-CD nach dem Red-Book-Standard ein Kopierschutzverfahren, wobei lediglich in der Table of Contents (TOC) ein Bit den Kopierschutz anzeigt. Zusätzlich befindet sich ein ähnliches Bit in jedem Q-Sub-Channel-Block, der drei Zustände anzeigen kann: Kopiergeschützt (immer gesetzt), Kopie (Bit alternierend über die Sub-Channel-Blöcke) und nicht kopiergeschützt (immer ungesetzt). Theoretisch sollten bei einem HiFi-CD-Spieler diese Flags korrekt auf dem Digitalen Ausgang ausgegeben werden. Allerdings werden bei den meisten Computer-Komponenten diese Flags ignoriert.
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Entstehung der Un-CD
Seit etwa 2001 werden in Deutschland auch Audio-CDs verkauft, die einen darüber hinausgehenden Kopierschutz enthalten. Sie werden zwar ebenfalls irreführend als Audio-CD bezeichnet, entsprechen aber nicht der Red-Book-Norm, sind daher keine echten Compact Discs und können nicht mehr in allen CD-Spielern abgespielt werden; damit wird der so genannte Kopierschutz zu einem „Abspielschutz“, aus der CD eine „Un-CD“.
Derartig modifizierte Audio-CDs müssen allerdings nach § 95 d UrhG seit dem 1. November 2003 durch den Hersteller deutlich gekennzeichnet werden. Die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) hat ein entsprechendes Logo für kopiergeschützte Audio-CDs eingeführt. Der Heise Zeitschriftenverlag betreibt auch eine Datenbank, in der nach kopiergeschützten und potenziell nicht abspielbaren Musik-CDs gesucht werden kann. (siehe Weblinks)
Die Umgehung eines „wirksamen Kopierschutzes“ ist nach der Novellierung des Urheberrechtes (Neues Urheberrechtsgesetz (UrhG), in Kraft seit 13. September 2003) nicht mehr zulässig (§ 95 a UrhG). Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob die für Audio-CDs eingesetzten Kopierschutzverfahren überhaupt die Forderung nach einem wirksamen Kopierschutz erfüllen, da viele CD-Laufwerke diese Fehler automatisch korrigieren können. Eine gerichtliche Entscheidung zu dem Kopierschutz der Audio-CDs steht noch aus. Im Rechtsalltag wird das Umgehen des Kopierschutzes zu rein privaten Zwecken zwar als gesetzwidrig erachtet, ist jedoch bis heute nicht strafbar (Bagatellklausel) 1.
Nicht als Umgehung zählt dabei, den Kopierschutz lediglich nicht wirksam werden zu lassen. Beispielsweise lässt sich der Kopierschutz MediaMax CD3 von SunnComm unter dem Betriebssystem Microsoft Windows einfach durch das Drücken der Shift-Taste deaktivieren, da hiermit der CD-Autostart ausgeschaltet wird. Unter Mac OS X funktioniert dieser Kopierschutz ohnehin nicht.
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Kopieverhinderungsmethoden
Es sind zahlreiche Kopierschutzverfahren mit unterschiedlichem Schutz- und Wirkungsgrad in Verwendung.
Illegaler TOC (Table of Contents - Inhaltsverzeichnis): Bei diesem Verfahren werden (normalerweise in einer zusätzlichen Session) die Trackpositionen auf unzulässige (illegale) Positionen umgelenkt, wie zum Beispiel auf einen Block im Lead-In. HiFi-Spieler "sehen" normalerweise nur die erste Session, die laut Red-Book-Standard die Audiodaten enthält. Somit betrifft dieser Schutz nur Computer-Laufwerke. Jedoch wird in vielen neueren Spielern Computer-Hardware eingesetzt, vor allem in DVD-Spielern. Die Abspielbarkeit ist somit nicht mehr für alle Hifi-Spieler gewährleistet.
Eine andere Art dieses illegalen TOCs äußert sich mit einer bei jedem Einlegen der CD wechselnden Trackliste. Der TOC steht mehrmals hintereinander auf der CD, vor allem, um Lesefehlern vorzubeugen. Hier werden eine Vielzahl von unterschiedlichen (und falschen) TOC abgelegt.
Absichtliche Lesefehler: Durch Manipulation des CIRC werden an Stellen des Musikstückes mit einem annähernd linearen Anstieg des Pegels wenige Samples verfälscht. Die Parität wird jedoch über den korrekten Block berechnet. Damit werden beim Auslesen des Blockes die jeweiligen Samples als defekt markiert. Computerlaufwerke, die keinen speziellen Audio-Modus haben, geben die fehlerhaften Daten zurück, während HiFi-Laufwerke speziell auf solche Fehler vorbereitet sind und die fehlerhaften Daten (oft linear) interpolieren. Da der Pegel an der Stelle linear ansteigt, soll dieser Fehler auf HiFi-Spielern nicht hörbar sein. Allerdings ist es zu bemerken, dass in vielen Blöcken die Fehlerkorrektur schon ausgereizt ist. Jeder kleine Kratzer auf der Oberfläche kann echte Lesefehler provozieren. Man kauft sozusagen eine Audio-CD, die schon von vorneherein defekt ist.
Falsche Q-Subcodes: Dieser Kopierschutz wird eher selten verwendet, da auch HiFi-Spieler damit Probleme haben können. Er basiert darauf, dass CD-Spieler die CD ähnlich wie eine LP in einem Gang abspielen, indem diese der „Rille“ folgen. Nur bei der Trackanwahl oder beim Überspringen einzelner Stellen wird effektiv ein bestimmter Block gesucht. Bei Audio-CDs ist in jedem Q-Subcode zu einem Block die jeweilige Position vermerkt. Wenn man dort eine leicht abweichende Position einträgt (durcheinanderwürfelt), kann nicht mehr exakt gesucht werden, was aber HiFi-Spieler nicht stört (nur solche mit Erschütterungsschutz). Computerlaufwerke dagegen werden üblicherweise blockweise angesprochen und müssen sehr oft neu die Position auf der CD suchen. Dieses ist dann nicht mehr möglich, da die Positionen durcheinandergewürfelt sind und daher ein paar Blöcke vorher oder später gelesen wird. Dieses äußert sich in kurzen Wiederholungen oder fehlenden Stückchen (üblicherweise um 0,05 Sekunden lang).
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Inhalte und Formate
Die von der Schallplatte bekannte Vermarktungs-Unterteilung in große LPs und kleinere Singles wurde auch bei der Audio-CD übernommen. Dabei entstanden folgende inhaltsabhängige Formate:
CD (Alben, Kompilationen): Tonträger mit 12 cm Durchmesser und etwa 45-80 Minuten Musik/Tonmaterial
Single: Tonträger mit 8 cm Durchmesser und etwa 1-4 Tracks. Spielzeit in der Größenordnung von 12-15 Minuten (Musik).
Maxi/Maxi-Single: Tonträger mit 12 cm Durchmesser, aber nur etwa 1-5 Tracks
Daneben entstand die Promo-CD, ein Tonträger mit zwölf oder acht Zentimetern Durchmesser zu Werbezwecken, der meistens kostenlos verteilt wird. Er enthält manchmal das ganze Album, das beworben werden soll, manchmal aber auch nur sehr wenige Tracks oder nur Ausschnitte der ganzen Tracks. Zielgruppen für Promo-CDs sind als Multiplikatoren wirkende Menschen oder Institutionen, zum Beispiel Radiostationen oder DJs.
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Die ersten Audio-CDs
Die ersten Audio-CDs stellte das Plattenlabel PolyGram am 17. August 1982 vor; es handelte sich dabei um
Walzer von Frederic Chopin für Klavier, gespielt von Claudio Arrau sowie
das Album The Visitors der Musikgruppe ABBA.
Ökonomie der Audio-CD
Gegen den Kauf von Audio-CDs und für den Download über P2P-Netzwerke im Internet wird oft angeführt, Audio-CDs seien ein zu teures Konsumgut - denn die Hörgewohnheiten der Verbraucher hätten sich geändert: Habe man früher noch bewusst Musik gehört - zum Beispiel ließ man den Plattenspieler laufen und hörte vom Sessel aus eine Sinfonie - höre man heute, im Zeitalter von sehr kleinen Abspielgeräten wie MP3-Playern oder Discmen, bei jeder Gelegenheit Musik, etwa auf dem Weg zur Arbeit, beim Joggen oder während des Arbeitens selber. Die Konsumenten seien also nicht mehr so stark wie früher bereit, für etwas, das nebenbei konsumiert wird, derart hohe Preise zu bezahlen. Dass man unter Freunden Musik tausche und dass aus diesem Grund die Käufe von Musik-CDs pro Person abnähmen, sei eine logische Folge davon.
Auch gegen die Zusammensetzung eines CD-Verkaufspreises wird Kritik laut. Laut der IFPI, dem Weltverband der Tonträgerindustrie, machen die Lizenzen für die Musik "meistens mehr als ein Drittel des Abgabepreises an den Detailhandel aus", und notwendig sei auch eine Risikoumlage, d.h. eine Quersubventionierung von erfolgreichen CDs zugunsten von anderen Produktionen, "denn nur 15 - 20% aller Neuerscheinungen spielen ihre Kosten ein".[1] Des weiteren wird angeführt, dass die reinen Material- und Herstellungskosten einer CD praktisch bei Null liegen würden.
Preiszusammensetzung eines CD-Musikalbums in Deutschland:[2]
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